Was tun gegen Fusspilz

Fußpilz – wenn die Füße jucken

Sehr viele Menschen leiden temporär oder dauerhaft unter Fuß- oder Nagelpilz. Wenn es zwischen den Zehen juckt, kratzt oder nässt handelt es sich höchstwahrscheinlich um Fußpilz, der eigentlich ein Hefepilz ist. Was mit leichten Beschwerden anfängt, kann sich in fortgeschrittenem Stadium zu einem echten Ärgernis entwickeln. Es treten Rötungen auf, manche Stellen nässen sogar. An härterer Fußhaut können schmerzhafte Risse entstehen und auch die Fußnägel können befallen werden. Dies äußert sich durch eine gelbliche Verfärbung und Verdickung von Nagel und Nagelhaut. Insbesondere Personen, die lange in geschlossenen Schuhen laufen oder arbeiten sind betroffen, wie zum Beispiel Sportler. Doch da Fußpilz ansteckend ist, kann man ihn sich auch überall dort holen, wo andere Menschen und man selbst barfuß laufen, wie im Schwimmbad oder der Sauna. Doch was tun gegen Fusspilz?

Vorbeugen ist besser als Heilen

Am besten ist es natürlich, den Fußpilz bereits am Entstehen zu hindern. Neben einem guten Immunsystem sollten weitere Dinge beachtet werden. Der Fußpilz mag ein feuchtes und warmes Umfeld, deshalb ist es wichtig, die eigenen Füße möglichst trocken zu halten und wenn möglich Schuhe zu tragen, die eine Luftzirkulation zulassen. Im Schwimmbad oder Sauna sollten immer Schuhe oder Latschen getragen werden. Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Duschen oder Baden immer sorgfältig ab und wechseln Sie Socken oder Strümpfe täglich. Wenn man trotzdem Symptome an sich bemerkt, gilt es, schnell zu handeln. Denn je früher man den Pilz an der Ausbreitung hindert, desto schneller und gründlicher ist man ihn los. In der Apotheke sind viele Mittel erhältlich, die von außen und innen helfen. Doch auch erprobte Hausmittel helfen.

Bewährte Hausmittel gegen Fußpilz

Fußbad

Doch was tun gegen Fusspilz? Als erste Maßnahme helfen warme Fußbäder. Sie lindern nicht nur den Juckreiz, sondern wirken auch mit Inhaltsstoffen. So wirkt beispielsweise das Tannin in schwarzem Tee aktiv gegen den Pilz. Einfach 5-6 Teebeutel pro Liter Wasser ins Fußbad, 15 Minuten ziehen lassen und 25 Minuten lang ein Fußbad nehmen. Dies ist das wohl kostengünstigste Mittel. Auch Kräuter wie Salbei oder Zinnkraut sind bekannte Hausmittel. Diese Bäder können auch gut vorbeugend angewendet werden. Abgewandelt sind auch Wickel mit den ebengenannten Kräutern sinnvoll.

Apfelessig

Auch Waschungen mit Apfelessig wirken keimtötend. Das tägliche Waschen oder Betupfen der betroffenen Stellen hilft hier. Auch bei Pilzinfektionen an anderen Körperstellen, wie zum Beispiel unter den Achseln, können Sie so vorgehen. Wichtig bei Fußbadbehandlungen ist, dass Sie danach heiß gewaschene oder desinfizierte Baumwollsocken anziehen, denn sonst infizieren Sie Ihre frisch behandelten Füße sofort wieder neu.

Knoblauch

Nichts für empfindliche Nasen ist die Behandlung mit Knoblauch oder Zwiebel. Am Abend vor dem Schlafen reiben Sie die betroffenen Stellen mit einem der beiden Gemüsen ein und ziehen Baumwollsocken darüber. Über Nacht wirkt dies effektiv und bereits nach wenigen Tagen werden Sie Linderung spüren. Unterstützen können Sie dies, indem Sie täglich 1-2 Knoblauchzehen essen.

Honig

Honig ist das Top-Hausmittel und kommt auch bei Pilzinfektionen zum Einsatz. Er wirkt entzündungshemmend und antimykotisch (Mykose=Pilz). Reiben Sie die betroffenen Stellen oder den ganzen Fuß großzügig mit Honig ein und ziehen Sie wieder eine Baumwollsocke darüber. Den gleichen Effekt hat Teebaumöl. Das Allheilmittel aus Australien wirkt auch stark und schnell gegen Pilzerkrankungen.

Weitere

Wer Heilerde im Haus hat, kann diese auch hier verwenden. Reiben Sie die Füße mehrmals täglich mit der Heilerde ein und lassen Sie sie einwirken. Zur inneren Unterstützung kann Heilerde auch gegessen werden.
Eines der preisgünstigsten Hausmittel ist Backpulver. Pudern Sie Ihre Füße oder gezielt die betroffenen Stellen damit mehrmals täglich ein. Auch vorbeugend können Sie Backpulver nach dem Fußpilzbefall in Ihre Schuhe streuen und so für ein trockenes Klima in Ihren Schuhen sorgen.

Übertragung auf andere Körperbereiche ist wahrscheinlich

Da die Pilzsporen übertragbar sind, sollte darauf geachtet werden, nach Berührung der betroffenen Stellen die Hände gut zu waschen und gegebenenfalls zu desinfizieren. Leicht kann der Pilz sonst auf Mundschleimhäute oder andere Körperstellen übertragen werden. Auch im Darm siedelt er sich oft gleich mit an. Nach einer Pilzkur sollte deshalb auch die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Wenig Alkohol und Zucker in der Nahrung geben einer Infektion keinen Nährboden und damit keine Chance.