Fusspilz bei Kindern

Immer häufiger leiden Kinder unter Fußpilzinfektionen. Das Problem hierbei ist, dass diese häufig oft erst sehr spät entdeckt werden. Vor einigen Jahren war es so, dass ungefähr jeder dritte Erwachsene unter Fußpilz litt und die Kinder eher weniger damit Probleme hatten. Dies hat sich nun geändert, denn immer häufiger kommen bereits schon Kindergartenkinder mit Fuß- oder Nagelpilz zum Arzt. Eine Münchner Dermatologin bewertet die Situation so, dass es vor zehn Jahren eine Sensation gewesen sei, wenn ein Kind mit Nagelpilz die Klinik betreten hatte. Heute sei dies viel häufiger der Fall, sodass immer mehr Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren mit diesen Beschwerden zum Arzt kommen.

Wann zum Arzt?

Es wird vermutet, dass ungefähr 0,5 bis 1,5 % aller Kinder mit Nagelpilz zu kämpfen haben, bei Fußpilz ist die Zahl noch deutlich höher (ungefähr 2 %). Denn häufig ist es so, dass zunächst die Füße infiziert sind und der Pilz dann auf die Nägel übergeht. Da sich viele Kinder nicht bemerkbar machen, wenn der Fuß juckt, werden die Infektionen dann auch dementsprechend spät entdeckt. Daher sollten die Eltern immer mal wieder die Füße der Kleinen untersuchen, vor allem dann, wenn sie sich auffällig oft an diesen kratzen. Ist bereits Fußpilz vorhanden, sollte möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann kann verhindert werden, dass sich der Pilz ausbreitet und auch auf den Nagel übergeht.

Wenn die Nägel bereits befallen sind, haben sie zumeist eine weiße bis gelbe Farbe und werden irgendwann brüchig. Zwar ist eine solche Infektion in den meisten Fällen harmlos, dennoch sollte sie behandelt werden. Denn viele Menschen wissen nicht, dass der Pilz sogar auch auf die Hände übergehen kann. Und da er kein besonders ästhetisches Bild erzeugt, sollte dies unbedingt vermieden werden.

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Wie stecken sich Kinder an?

Häufig entsteht Fusspilz bei Kindern, wenn Sie sich bei anderen Kindern anstecken. Zum Beispiel kann dies im Schwimmbad oder auch im Sportverein der Fall sein. Denn überall wo anderen Menschen barfuß gehen, bleiben kleine Hautschüppchen und eben auch eventuell Pilzsporen liegen. Diese bleiben dann bei dem Kind an den Füßen hängen und gelangen über kleinste Wunden oder Risse in die Haut. So sind vor allem Kinder gefährdet, die viel Sport treiben. Denn sie haben deutlich häufiger Blasen oder auch diverse Druckstellen an den Füßen. Und genau diese nutzt der Pilz, um in die Haut zu gelangen.

Schuhe spielen eine wichtige Rolle

Um zu verhindern, dass die Kinder Fußpilz bekommen, sollten Eltern auf die Schuhe des Nachwuchses achten. Diese sollten möglichst atmungsaktiv sein, damit es nicht zu sogenannten Käsefüßen kommt. Denn diese entstehen, wenn die Luft sich in dem Schuh staut und der Fuß dementsprechend nicht ausreichend belüftet wird. Und dies kann ebenfalls eine Fußpilz-Infektion begünstigen. Denn durch die aufgeweichte Haut ist der Weg für Pilze weitaus einfacher. Im Winter ist es wichtig, dass die Kleinen nicht viele Stunden in dicken und kaum atmungsaktiven Stiefeln unterwegs sind.

Ohne Erlaubnis keine Tabletten für Kinder

Fusspilz bei Kindern wird wie auch bei Erwachsenen über einem Zeitraum von zumeist mehreren Wochen mit antimykotischen Cremes, Sprays oder Gels behandelt. Einige Dermatologen sind jedoch der Meinung, dass die Behandlung mit solchen Mitteln nur erfolgreich sein kann, wenn bei Nagelpilz weniger als 50 % des jeweiligen Nagels und auch nicht mehr als 3 von 10 Zehen bereits befallen sind. Ist dies der Fall, können zumeist nur noch Tabletten helfen, wie zum Beispiel Terbinafin. Solche Mittel sind jedoch nicht für Kinder zugelassen, da es noch nicht ausreichende Studien gibt.

Daher müssen die Eltern der Behandlung zuvor schriftlich zustimmen. Es ist auch möglich, alternativ zu Tabletten, den Pilz mit ätherischen Ölen wie zum Beispiel Teebaumöl zu behandeln. Eine Laserbehandlung ist jedoch wiederum nur für Erwachsene zugelassen, da sie sehr schmerzhaft ist. Auch wenn der Pilz mit einer der oben beschriebenen Methoden erfolgreich besiegt wurde, die Rückfallquote ist leider sehr hoch und liegt bei ungefähr 20 bis 25 %. Daher sollten die Nägel der Kinder auch nach der Therapie mit einem sogenannten Anti-Pilz-Lack über eine gewisse Zeit behandelt werden.

Wie kann man Fusspilz bei Kindern vorbeugen?

Fußpilze fühlen sich wohl, wenn es warm und feucht um sie herum ist. Daher sollten lediglich Schuhe getragen werden, die sehr gut atmungsaktiv sind. Im Winter sollten in der Schule daher auch Hausschuhe getragen werden. In öffentlichen Einrichtungen, in denen barfuß gegangen wird, sollte der Nachwuchs Schlappen tragen, um nicht mit eventuellen Pilzen in Kontakt zu kommen. Nach dem Duschen oder Baden sollten die Füße und insbesondere die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden.

Zudem sollten Strümpfe und Handtücher bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, damit die Pilze angetötet werden. Wichtig ist auch, dass die Strümpfe täglich gewechselt werden. Wenn bereits Fußpilz vorhanden ist, sollten die Schuhe nach dem Benutzen desinfiziert werden, zum Beispiel mit einem antimykotischen Spray aus der Apotheke.

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